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EARLY BECK Gedanken zur Zukunft
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Es ist alles andere als selbstverständlich, dass unser Sohn Eric und seine Frau Murielle das Wagnis eingehen und das Geschäft mit Liegenschaft per 1. Januar 2007 von uns übernehmen wollen. Im heutigen Immobilienmarkt wäre es tatsächlich einfacher und sicherer, die Bäckerei zu schliessen, das Haus zu verkaufen und es sich schön ergehen zu lassen. Wir können nun auf 30 Geschäftsjahre zurückschauen seit der Übernahme von den Eltern Arnold und Gertrud Oehrli. Damals glaubten viele, dass die Firma sang- und klanglos eingehen werde, weil kein offensichtlicher Nachfolger auszumachen war. Wir waren ja beide im Bankfach in Zürich tätig. Wir übernahmen 1976 also eine Bäckerei, in der vieles nicht mehr selbst produziert wurde, und in der alles in allem noch 6 Personen beschäftigt waren. Inzwischen sind wir gewachsen und bieten je nach Saison zwischen 30 und 45 Personen Arbeit. Eine neue Konditorei-Backstube in Gstaad, eine weitere Backstube in Les Moulins und vier Filialen kamen hinzu. Diverse Schokoladespezialitäten wurden entwickelt, die sich grosser Beliebtheit erfreuen. Weil das Angebot Ende der Siebziger Jahre in der Bäckerei noch recht mager war, versuchten wir als eine der ersten Bäckereien in der Schweiz, verschiedene Spezialbrote auch als kleine Portionenbrötchen anzubieten. Damit konnten wir uns damals von den Mitbewerbern abheben und neue Kunden gewinnen. Natürlich hat sich auch in unserer Branche sehr viel geändert: Vor allem ist es heute möglich, Brot industriell herzustellen, haltbar zu machen und über grosse Distanzen zu transportieren. Deshalb ist es nicht mehr nötig geworden, das Brot beim Bäcker zu kaufen. Und genau da setzt die neue Generation an: Sie will unsere Tradition der handwerklichen Herstellung frischer und gesunder Backwaren in der Region fortsetzen. Ja, Eric und Murielle akzentuieren dies noch indem sie vermehrt direkt bei lokalen Produzenten einkaufen. Zum Beispiel Bärganke (Butter von der Alp) für die Buttergipfel. Wir sind auch überzeugt, dass es ökologisch viel mehr Sinn macht, nur das Mehl aus dem Unterland kommen zu lassen und die reine Saaner Luft, das Bergquellwasser und die Milch (meistens in Form von Bärganke) aus der Region beizufügen und hier zu produzieren. Der Transportaufwand reduziert sich so um drei Viertel (75%). Wir haben den Bäcker- und Konditorenberuf als äusserst vielseitig, spannend und befriedigend kennen gelernt und durften mit vielen Kunden Freundschaften schliessen. Dafür sind wir zutiefst dankbar. Wir hoffen sehr, dass sich unser Geschäft auch in der nächsten Generation gut weiterentwickeln kann. Wir vertrauen unseren Nachkommen voll und ganz. Wir wünschen ihnen, dass auch Sie, liebe Kundin, lieber Kunde, dies auch tun. Die Zukunft unserer Branche gehört den regional verankerten Spezialgeschäften, zum Beispiel
Edwin und Edith Oehrli-Abplanalp, im Advent 2006. |